LinkedIn ist für Solo-Selbstständige, Freelancer und Inhaber:innen von Kleinstunternehmen ein unverzichtbares Tool, um Netzwerke aufzubauen und Aufträge zu generieren. Doch hinter den Kulissen verarbeitet die Plattform eine Vielzahl personenbezogener Daten – oft ohne, dass Nutzer:innen sich dessen bewusst sind. Die Datenschutzrichtlinie von LinkedIn zeigt auf, wie umfangreich die Datenerfassung ist und welche Zwecke damit verfolgt werden.

Laut der Richtlinie verarbeitet LinkedIn personenbezogene Daten auf Basis der Einwilligung der Nutzer:innen. Diese Einwilligung kann zwar jederzeit widerrufen werden, doch die bis dahin gesammelten Daten bleiben weiterhin in den Systemen von LinkedIn gespeichert. Besonders relevant für Solo-Selbstständige sind die Daten, die direkt im Profil hinterlegt werden: Name, Profilbild, aktuelle Position, Ausbildung, Standort, Kenntnisse, Empfehlungen und Kontaktdaten. Diese Informationen werden nicht nur dem eigenen Netzwerk angezeigt, sondern auch auf öffentlich sichtbaren Profilen und in Anwendungen verbundener Unternehmen, Partner oder Entwickler. LinkedIn nutzt diese Daten, um Funktionen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die Vernetzung mit neuen Kontakten oder die Anzeige von Profilinformationen zu ermöglichen.
Doch die Datenerfassung geht weit über das hinaus, was Nutzer:innen bewusst preisgeben. LinkedIn verwendet nicht unbedingt erforderliche Cookies und ähnliche Tracking-Technologien, um Nutzer:innen zu identifizieren, Anzeigen zu schalten und Analysen durchzuführen. Die Cookie-Richtlinie erklärt, dass dabei Technologien wie Cookies, Pixel, lokaler Speicher und weitere Tracking-Methoden zum Einsatz kommen. Diese Technologien erfassen Daten wie IP-Adressen, Geräte-IDs, Standortdaten, Browsertypen und weitere Online-Kennungen. Besonders kritisch ist, dass LinkedIn diese Daten nicht nur auf der eigenen Plattform, sondern auch auf externen Websites nutzt, die LinkedIn-Anzeigen schalten oder deren Plug-ins einbinden. So entsteht ein detailliertes Nutzerprofil, das auch das Verhalten außerhalb von LinkedIn umfasst.
Ein zentraler Akteur in diesem Kontext ist Persona Inc., ein US-amerikanisches Unternehmen mit Hauptsitz in San Francisco, Kalifornien. Gegründet im Jahr 2018, hat sich Persona auf digitale Identitätsprüfung und Betrugsprävention spezialisiert.
| Bereich | Einordnung |
| Firmenname | Persona Identities, Inc. / Persona |
| Sitz | San Francisco, Kalifornien, USA |
| Gründung | 2018 |
| Mitarbeitergröße | über 500 Mitarbeitende (lt. Linkedin Profil 5/26) |
| Geschäftsfeld | Digitale Identitätsprüfung, Security, Compliance, Fraud Prevention linkedin |
| Unternehmensziel | Sichere Online-Verifikation von Menschen und Unternehmen |
| Wertschöpfung | Identity-Infrastructure-Plattform, Workflows, KYC/AML/KYB-Automatisierung, manuelle Prüfung |
| Zielkunden | Unternehmen von Start-ups bis Großunternehmen, z. B. Fintech, Marktplätze, Plattformen, Bildung, E-Commerce |
LinkedIn nutzt solche Partner, um bestimmte Verifizierungen durchzuführen, etwa für Badges oder Sicherheitsfeatures. Dabei werden Daten wie E-Mail-Adressen, Verifizierungsbadges oder Informationen aus amtlichen Ausweisdokumenten weitergegeben. Während diese Verifizierungen für Nutzer:innen praktisch sein können, bedeutet dies auch, dass zusätzliche Daten an Dritte übermittelt werden.
In der LinkedIn-Beratung erfährst du nicht nur, wie du LinkedIn effizient zur Generierung neuer Kontakte nutzen kannst, sondern auch, wie du dich über die für den Erfolg nicht notwendige Neugier von LinkedIn schützen kannst. Vereinbare gleich ein Erstgespräch.
